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Jetzt ist es
amtlich! Mit dem 1. März 2008 gibt es eine neue Stadt in
Schleswig-Holstein, die Stadt Schwentinental.
Auf Beschluss der beiden Gemeindevertretungen der
Ursprungsgemeinden Klausdorf und
Raisdorf wurde am 17. Dezember 2007 der
Fusionsvertrag zwischen beiden Gemeinden unterzeichnet.
Jetzt nur
zweieinhalb Monate später kann in einem
Bürgerfest der Zusammenschluss gefeiert werden.
Zu diesem Zweck wurde auf dem Klausdorfer Weg auf der
Grenze zwischen den beiden Ortsteilen Klausdorf und
Raisdorf ein Festzelt aufgebaut. Weder die Auswirkungen
des Sturmtiefes Emma noch die aktuelle
Sonderangebotsaktion des in der Nachbarschaft liegenden
Media Marktes, konnten unzählige Altraisdorfer und
Altklausdorfer davon abhalten bei der Gründungsfeier im
Festzelt mit dabei zu sein.
Es waren illustere
Gäste angesagt, wie man so schön sagt. Unser
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen
(CDU) ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit seinem
neuen Innenminister Lothar Hay (SPD)
teilzunehmen. Dichtgedrängt verfolgten die Bürger im
Festzelt die Einführungsrede des ehemaligen Raisdorfer
Bürgermeisters Klaus Schade, der auch
über Klausdorfer Wurzeln verfügt. In seiner Rede ließ er
Revue passieren, was Schwentinental alles zu bieten hat
und das ist wahrhaftig nicht wenig! Schule, Kultur,
Wirtschaft, Vereine, Gemeinwesen, Infrastruktur - kurzum
alles was eine Stadt ausmacht! Bevor
Herr Schade zum offiziellen Teil der Verleihung der
Stadtrechte überleitete, konnte er den ersten
Ehrenbürger der neuen Stadt Schwentinental in
Aussicht stellen. Das erste Baby der Stadt erhält die
Ehrenbürgerschaft und obendrauf noch 250 €. "Wenn man das
vor neun Monaten gewusst hätte!"
Der überaus gut
gelaunte Landesvater Peter Harry Carstensen ließ es sich
nicht nehmen, der Stadt seine Glückwünsche zu überbringen
und das Beste für die städtische Zukunft zu wünschen.
Mit Schwentinental entsteht eine Stadt mit knapp 14 000
Einwohnern. Die 64'ste Stadt Schleswig-Holsteins muss im
gleichen Atemzug wie zum Beispiel Ratzeburg, Brunsbüttel
und Bramstedt genannt werden. Dieser besonderen Stellung
und dem kommunalen Angebot, welches der Verbund leistet
wird durch die Verleihung der Stadtrechte
durch die Landesregierung Rechnung getragen.
Der
Ministerpräsident hatte aber nicht nur Glückwünsche und
wohlgemeinte Ratschläge im Gepäck sondern, wie er es auf
seiner unnachahmlichen Art (eben Landesvater) mit einem
Zitat von Wilhelm Busch einleitete ""Ein Onkel, der
Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß
Klavier spielt", auch einen Scheck über 100
000 € für die Stadt Schwentinental zur freien
Verfügung. Der Scheck wurde vom "Onkel Lothar"
überreicht.
Nicht nur die
Beteiligung an diesem Bürgerfest lässt auf eine
fruchtvolle Zukunft hoffen. Man konnte förmlich eine
gewisse Aufbruchstimmung spüren, die kritischen
Vorbehalte beginnen
zu verstummen. Es gibt viel Gemeinsames und darüber
hinaus auch noch einen gemeinsamen Konkurrenten, nämlich
die Landeshauptstadt Kiel! Es bleibt zu hoffen, dass die
Landesregierung im Wort steht und die Stadt Schwentinental darin unterstützt ihr Geschick selbst zu
gestalten. So kommen wir vielleicht endlich einmal zu
einer zufriedenenstellende Lösung im Ostseepark!
Eine Episode am
Rande - während alle gemeinsam feierten wurde die
Raisdorfer Ortswehr zu einem Sturmeinsatz gerufen und
die Klausdorfer Kollegen übernahmen wie
selbstverständlich solange den Grillstand der Raisdorfer
Wehr. Na geht doch - die zahlreichen Gäste haben von
alledem nichts mitbekommen.
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